01. Tag

Vogar – Selfoss – Gullfoss – Geysir

Früh am Morgen nach dem ausreichenden und vielseitigen Frühstück fahren wir zurück zur Hauptstraße 41 und vorerst in Richtung Westen. Obwohl wir vorerst die Insel in Richtung Nordwesten „starten“ wollten, haben wir uns aufgrund der Nähe zur blauen Lagune  für die andere Richtung entschieden.

Auf dem Weg dorthin kommen wir an den ersten Kraftwerken vorbei, die ihre Energie nur durch die unterirdischen heissen Quellen liefern. Auf der Straße 425  weiter erreichen wir „Midlina“. Und ich setze den ersten Mal meinen Fuß auf amerikanischen Boden, und das noch dazu innerhalb 2 Minuten über die Brücke bei Midlina, in den Fußstapfen Gottes. Hier trennt sich die europäische von der amerikanischen Kontinentalplatte und ich muss mich beeilen, wieder nach Europa zurückzukommen, bevor die Kontinente zu weit auseinander driften.

Wir bleiben auf der Straße 425 in Richtung Südwesten. Ein Abstecher zur blauen Lagune bei Grindavik kostet uns wenig Zeit. Der Anblick ist traumhaft, der Geruch weniger und nach wenigen Pflichfotos sitzen wir schon wieder in unserem RAV4 und steuern in Richtung Strasse Nr 427, um in östliche Richtung bis zur Abzweigung auf die Straße Nr 42 zu kommen. Dort fahren wir in Richung Norden, vorbei an Kleifarvatn.  In de Nähe steigt unmittelbar neben der Straße Dampf auf, wir steigen aus und haben die ersten stinkenden Löcher gesichtet. Übler Geruch steigt in unsere Nüstern. Der Geruch von 24.312 faulen Ostereiern ist nicht verführerisch.

Nachdem wir uns einigermaßen erholt haben, fahren wir in nördliche Richtung weiter auf die Straße Nr 1 und von dort direkt nach Selfoss. Dort beziehen wir am Nachmittag das Hotel Selfoss. Nach kurzem Aufenthalt in meinem ersten Subway starten wir in Richtung Gulfoss, zu Islands berühmtesten Wasserfall.  Auf dem Weg dorthin besichtigen wir den Krater „Kerid“ und kommen  kurz darauf nach Strokkur, zu den berühmten Geysiren auf Island.

Der Große pflegt in der Regel ca 74 Jahre zu schlummern, dann kurz auszubrechen, und dann wieder für 74 Jahre im Erdboden zu verschwinden. Der kleine hingegen, schießt alle 6 – 12 Minuten aus dem Boden.

Da unser Urlaubsaufenthalt beschränkt ist, entscheiden wir uns für den kleinen, machen in drei bis vier Intervallen die Pflichtfotos und verzischen uns in Richtung Gulfoss.

Der Wasserfall ist mächtig, man erreicht ihn vom Parkplatz über einen Pfad, das anschleichen ist eine feuchte Angelegenheit. Fotos könnt ihr euch unten anschauen.

Da der Tag in Island zu dieser Jahreszeit tatsächlich 24 Stunden hat, geht es heute noch weiter bis nach Pingvellier. Dort wurde 930 das altertümliche Parlament gegründet, welches bis zum 18. Jhdt bestand. Es war ein „Open-Air-Parlament“.  Sämtliche Beschlüsse und Urteile wurden in diesem Graben gefällt, auch Köpfe.

 

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