08. Tag

Akureyri – Stykkisholmur  (ca 370 km)

Nach dem abendlichen Spaziergang durch Akureyri und dem wie bereits gewohnten ruhigen Schlaf geht es zeitlich am Morgen wieder auf die Ringstraße 1. Wir fahren über den Bergpass Öxnadelsheid und gelangen nach knapp 100 km in die Gegend Skagafjördur. Nachdem wir Vamahlid hinter uns gelassen haben, machen wir einen Abstecher zur alten Torf(Dorf)kirche von Vidimyri. Als wir uns zur Kirche bewegen und ganz vorsichtig, ohne Aufsehen zu erregen, die Türklinke anfassen, braust eine mit Schurz bekleidete, die Teigreste an den Händen klebende Frau aus dem einzigen benachbarten Häuschen heraus und entschuldigt sich förmlich, dass sie um diese Zeit noch nicht mit „Heiligenbesuch“ gerechnet habe. Sie sperrt uns trotz heftiger Gegenwehr die Kirche auf und wir besichtigen sie höflicherweise von innen (wegen der Größe jedoch einzeln) und bezahlen den dafür vorgesehenen Kirchenbeitrag von 400,– Isländischen Krönchen bar in den Teig der rührigen und nun auch gerührten Hausfrau.

Auf der Weiterfahrt nach Stykkisholmur kommen wir vorbei an der Kolgull-Schlucht. Über die Straßen 717 und 711 kommen wir zum Felsen Hvitsekur, der imposant aus dem Meer aufragt. Ohne weitere Zwischenstopps fahren wir schließlich in Stykkisholmur ein und beziehen dort das gleichnamige Hotel.

Stykkishomur hat 1.111 Einwohner und zählt damit zu einem der größeren Orte ausserhalb der Hauptstadt Reykjavik.

Der Ort verfügt über viele erhaltene historische Häuser.

Im ältesten Haus des Ortes, Norska Húsið, befindet sich das Heimatmuseum. Árni Thorlacius ließ das Haus im 19. Jahrhundert errichten. Ein typisches altes dänisches Handelshaus ist Frúarhúsið. Einige alte Häuser entsprechen dem sog. Schweizer Stil mit Schnitzereien am Dachbalken.

Die alte Kirche stammt aus dem Jahre 1878. Vorher mussten die Leute zur Messe nach Helgafell reiten oder laufen. Die neue Kirche aus Beton sieht man schon von weitem wegen ihrer auffallenden Form. Sie wurde 1980 eingeweiht.(c( Wikipedia)