Wyoming

Wyoming

Wyoming grenzt im Norden an Montana, im Osten an South Dakota und Nebraska, im Süden an Colorado und im Westen an Utah und Idaho. Neben Colorado ist Wyoming einer von nur zwei US-Bundesstaaten, der ausschließlich von zwei Breiten- und zwei Längengraden begrenzt wird.

Wyoming (engl. Aussprache  [waɪˈoʊmɪŋ]) ist mit gut 500.000 Einwohnern der bevölkerungsärmste Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und nach Alaska der Bundesstaat mit der zweitgeringsten Bevölkerungsdichte. Der Bundesstaat ist etwa 30 Prozent kleiner als Deutschland und damit in etwa so groß wie Großbritannien oder Rumänien[1], hat jedoch nur etwa so viele Einwohner wie das Großherzogtum Luxemburg oder die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover.[2] Er liegt im Westen der Vereinigten Staaten und steigt von den Great Plains Ost-Wyomings zu den Rocky Mountains hin an.

Der Name stammt aus der Sprache der Algonkin-Indianer und bedeutet „Große Ebenen“. Er wurde der poetischen Erzählung Gertrude of Wyoming entnommen, die Thomas Campbell 1809 geschrieben hatte.

Der größte Ort ist die Hauptstadt Cheyenne. Der Spitzname ist „Equality State“ nach dem Motto des Staates: „Equal Rights“ (deutsch: gleiche Rechte).

Mit seinen 253.336 km² ist Wyoming flächenmäßig der zehntgrößte Bundesstaat der USA. Nach Colorado ist es mit 2044 m übrigens auch der durchschnittlich am höchsten gelegene Staat der USA. Er befindet sich im westlichen Zentrum des US-Staatsgebiets und zählt somit durch seine Lage (wie auch seine Kultur) zum sogenannten, legendären (Wilden) Westen (daher auch der Kosename Cowboy State).

Wyoming erstreckt sich auf einer Breite von 450km zwischen 41° N bis 45° N und einer Länge von 580 km zwischen 104°3′ W bis 111°3′ W und ist gemeinsam mit seinen südlichen und westlichen Nachbarstaaten Colorado und Utah der einzige Bundesstaat, dessen Grenzen ausschließlich nach geographischen Längen- und Breitengraden definiert wurden. Die Grenzziehung beschreibt ein Rechteck mit ziemlich gleichen Längenmaßen, sodass es beinahe ein Quadrat ergibt.

Im Prinzip ist das Gebiet von Wyoming ein weites, gebrochenes Plateau, aus dem verschiedene Bergkämme der Rocky Mountains aufragen. Aus einer Querschnittsperspektive gesehen, befindet sich dieses Plateau in einer Schräglage, die von einem höher gelegenen Westen in einen tieferen Osten übergeht. Diese Neigung beschreibt auch den Übergang von den weiten östlichen Ebenen der Prärien über zentrale Beckenlandschaften zum westlich gelegenen Felsengebirge. Wyoming ist also ein Staat, der die großen Kulturlandschaften der Great Plains und der Rocky Mountains verbindet – eine Position, die er nur mit drei der 50 weiteren Bundesstaaten teilt: Montana im Norden sowie Colorado und New Mexico im Süden.

Eine weitere geographische Bedeutsamkeit ist Wyomings Lage an der Great Continental Divide, der großen kontinentalen Wasserscheide des nordamerikanischen Kontinents, die die Bundesstaatsfläche in nordwestlich-südöstlicher Richtung durchzieht. Sie verläuft entlang der Absaroka Range und Wind River Ranges und setzt sich im Great Divide Basin, und später der Park Range (großteils in Colorado), fort. Alle Flüsse, die östlich dieser Linie entspringen, entwässern Richtung Osten und münden irgendwann alle in den Missouri River, der in den Mississippi River und schließlich in den Atlantischen Ozean (Golf von Mexico) fließt. Jene Flüsse, die westlich der Wasserscheide ihren Lauf beginnen, enden im Pazifik (entweder im offenen Ozean, wenn sie dem Columbia River westwärts folgen, oder im Golf von Kalifornien, wenn sie nach Süden in den Green River und später den Colorado River entwässern).

Wyoming kann in drei große geographische Räume gegliedert werden, die alle grob ein Drittel des Staatsgebiets umfassen: die Great Plains, die Intermountain Basins (Gebirgsbecken) und die Rocky Mountains.

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